Montag, 13. September 2010

Ficken - Ein Poem von D. H. Lawrence - Explicit Sex Reflection (DE)

Wie sprechen wir über Liebe, Erotik und Sex? Welche Worte verwenden wir, wenn wir über die schönste und natürlichste Handlung zwischen Menschen reden? Wenn es um die intime Beziehung und körperliche Vereinigung von Menschen geht, ist es nicht immer leicht, die richtige Ausdrucksweise zu finden. Das Spektrum der Worte für Sex ist vielfältig. Z.B. fachliche Ausdrücke: Geschlechtsverkehr, Miteinander schlafen, Liebe machen, Sex machen, Kopulieren, Koitieren, Penetrieren. Oder umgangssprachlich: Bumsen, Poppen, Rammeln, Schnackseln, Vernaschen. Oder aus der Tierwelt: Vögeln. Manche Begriffe davon gelten als vulgär. Ist FICKEN auch ein obszönes Wort? Pubertierende benutzen es oft inflationär. Ursprünglich hatte FICKEN eine weitergehende Bedeutung. Als Ausdruck für den Geschlechtsakt ist das englische FUCK seit dem 15. Jh und das deutsche FICKEN ab dem 16. Jh. belegt. Heutzutage scheint FICKEN nur sehr langsam öffentlich akzeptiert zu werden. 


 Lady Chatterley (Sylvia Kristel) und Wildüter Mellors (Nicholas Clay)
genießen es, romantisch und leidenschaftlich miteinander zu Ficken.


Fuck - Ficken

Explicit Sex Reflection



 
Erotisches zur Nacht
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Webseite Erotisches zur Nacht: http://www.erotisches-zur-nacht.de

Bei EROTISCHES ZUR NACHT wurde das folgende Poem FICKEN des Schriftstellers D. H. Lawrence gefunden: 





Ficken

Ein Poem von D. H. Lawrence


Sex zu einer schmutzigen Sache zu machen, ist das Verbrechen unserer Zeit. Wir brauchen Liebe und Hingabe an uns, an Sex, denn Ficken ist ein Sakrament der Freude. 


 
Der englische Schriftsteller David Herbert Lawrence (1885-1930) hat sich in seinen Werken unter anderem auch intensiv mit dem Thema Sex beschäftigt. In seinem als Skandal empfundenen Roman "Lady Chatterleys Lover" (1928) benutzte er mehrfach den öffentlich verpönten Ausdruck "fuck", "fucked", "fucking". Die Bezeichnung "Ficken" für den Geschlechtsverkehr wurde damals als äußerst vulgär empfunden und führte zur Verbannung des Romans. Es dauerte noch 30 Jahre, bis "fuck" - "ficken" erstmals offiziell gedruckt werden durfte. 


 
D. H. Lawrence kritisiert in dem Poem über Sex zu recht, dass die schönste Sache der Welt leider oft zu einer schmutzigen Handlung gemacht wird. Die Verteufelung und moralische Verurteilung körperlicher Liebe empfindet er als Verbrechen an der Menschheit. Mit seiner Richtigstellung propagiert er ein neues Ideal: Menschen brauchen Liebe und sie leben aus der Hingabe und dem Sex. 


 
Und dann kommt der Paukenschlag: Ficken ist ein Sakrament der Freude! Die Formulierung ist ungewohnt und wagemutig. Die Kombination der Worte FICKEN - SAKRAMENT - FREUDE ist durchaus provokant. Der Schriftsteller will damit sagen: Der Liebesakt (Ficken) ist die Quelle des Lebens (Sakrament) und dient der Freude des Menschen. 


 
Ficken meint hier nicht nur im pornografisch einengenden Sinn die Penetration der Vagina durch den Penis. Viellmehr ist es hier ein poetischer Ausdruck für die körperliche und seelische Vereinigung eines Liebespaares im Geschlechtsakt. Dazu gehört auch das sinnliche Vorspiel, die leidenschaftliche Klimax und das genussvolle Nachspiel. In diesem ganzheitlichen Sinn des Liebesaktes katapultiert das Ficken die vereinten Liebespartner in himmlische Sphären und lässt sie in Ekstase jauchzen und jubeln. 

  
Vielleicht kann man das religiöse Wort Sakrament mit der freien Umschreibung als Himmelsgeschenk noch besser verdeutlichen. Dann könnte das Poem frei nach D. H. Lawrence auch so lauten: 


Ficken ist ein himmlisches Geschenk zum Jubeln!

 
 
Die Liebesszenen, die Just Jaeckin mit Sylvia Kristel und Nicholas Clay 1981 erotisch und ästhetisch gefilmt hat, verkörpern eindrucksvoll das Poem auf sinnliche Weise. 




So schön und romantisch kann Ficken sein:
video
  
Sylvia Kristel & Nicholas Clay beim sinnlichen Liebes-Fick
in LADY CHATTERLYS LIEBHABER 
 
Siehe auch:
http://www.spruechetante.de/sprueche-sammlung/index.php/category/erotische-sprueche/


Die Fotos zur Illustration des Poems FICKEN stammen aus der D H Lawrence Verfilmung LADY CHATTERLYS LIEBHABER (LADY CHATTERLY'S LOVER) aus dem Jahr 1981 mit Sylvia Kristel als Lady Chatterly und Nicholas Clay als Wildhüter Mellors. 


Ficken ist ein himmlisches Geschenk zum Jubeln!

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