Sonntag, 27. Dezember 2009

Masturbation im Film (1) - Selbst ist der Mann und die Frau - Explicit Sex Reflection (DE)

Die Sexualität hat viele Facetten. Eine davon ist die Selbstbefriedigung. Sie gehört zu den grundlegenden und am meisten praktizierten sexuellen Handlungen jedes Menschen. Das angenehme Spiel mit dem eigenen Körper beginnt in der Jugend und dauert normalerweise das ganze Leben lang. Doch in der Gesellschaft und in Mainstream Filmen ist die Masturbation auch heute noch weitgehend ein Tabu. Obwohl inzwischen immer wieder einmal Männer und Frauen auch vor der Kamera zeigen, dass sie Spaß haben beim Liebesspiel mit dem eigenen Körper und dem Sex mit sich selbst.


Selbst ist der Mann beim lustvollen Do It Yourself:
Adam Hardman masturbiert exzessiv bis zum Orgasmus in SHORTBUS (2006).


Masturbation im Film (1)
Selbst ist der Mann und die Frau -
Explicit Sex Reflection (DE)


 Selbst ist die Frau beim lustvollen Do It Yourself: 
Sook-Yin Lee masturbiert leidenschaftlich bis zur Ekstase in SHORTBUS (2006).


Begriffe für Masturbation 
Die sexuelle Handlung, die hier reflektiert wird, hat viele Namen. Die bekanntesten Begriffe für das sinnliche Spiel mit sich selbst sind: Masturbartion, Selbstbefriedigung, Onanieren, Wichsen, Handjob, Fingern, Do It Yourself, Selbstliebe, Autosex, Sich einen runterholen, Einen von der Palme wedeln, Hand anlegen, uva. Hier im Blog werden die Begriffe wechselweise und gleichwertig verwendet. 

Freizügiger Softcore Sex - realistisch, aber nicht explizit:
Bo Derek & Andrea Occhipinti kopulieren in BOLERO aka EKSTASE (1984).

Freizügiger Softcore Sex
Die Präsentation von Nacktheit, Erotik und Sex in Filmen ist heutzutage ein normaler Bestandteil vieler Lebens- und Liebesgeschichten. Und so wird auch die körperliche Vereinigung von Mann und Frau recht freizügig gezeigt, wenn auch nicht explizit. Softcore Sex ist in unserer Mediengesellschaft schon längere Zeit als handlungsrelevantes Stilmittel akzeptiert. Allerdings war die Selbstbefriedigung bisher kaum ein Thema intim-realistischer Inszenierungen. Und wenn doch einmal in einem Film masturbiert wurde, dann nur in subtiler Andeutung, meist durch den Gesichtsausdruck.


 
Tabu-Sex: Das rote X über den Schamhaaren von Yekaterina Golubeva
zeigt ein Hardcore-Sex-Tabu. Im Film überschreitet Guillaume Depardieu
die Grenze zum Inzest und vollzieht eine reale Penetration in POLA X (1999).

Tabuisierter Hardcore Sex
Inzwischen hat auch der Hardcore Sex den Weg auf die Kinoleinwand gefunden. Explizite, intime Handlungen werden immer mehr von Zuschauern akzeptiert. Und dennoch gibt es nach wie vor einige Tabus im Mainstream Sex: Neben der Erektion, Penetration und Ejakulation gehört dazu auch die Masturbation. Diese expliziten Darstellungen werden üblicherweise nur in Pornofilmen gezeigt. Darum gelten sie für viele als obszön und pornographisch und für den Mainstream tabu. Ob in der heutigen Gesellschaft des 3. Jahrtausends diese Tabuisierung von Hardcore Sex im Kino noch berechtigt und sinnvoll ist, darf bezweifelt werden. 


Der reale Sex ist mit echtem Spermafluss im Mainstream angekommen:
Margo Stilley stimuliert Kieran O'Briens Schwanz bis zum Cumshot in 9 SONGS (2004).

Real Sex im Mainstream
Etwa seit der Jahrtausendwende hat die Zahl der Filme kontinuierlich zugenommen, die sich als Tabubrecher betätigt und ohne falsche Scheu expliziten Sex auf die Kinoleinwand gebracht haben. Und so konnten die Zuschauer inzwischen auch alle bisher tabuisierten Sexdarstellungen im Mainstream sehen: Einen prallen Schwanz, eine offene Scheide, das genüssliche Lecken am erregten Geschlecht, das unmittelbare Eindringen des Penis in die Vagina und auch das leidenschaftliche Spielen mit dem eigenen Körper samt Stimulation der eigenen Genitalien. Und selbst der explizite männliche Orgasmus, das reale Abspritzen des Spermas als Ergebnis exzessiven Wichsens, ist jetzt im Mainstream angekommen.


Marie Allen liegt splitternackt auf ihrem Bett, spreizt ihre Beine und
beginnt das sinnliche Spiel mit sich selbst in THE EXTERMINATING ANGELS (2006).

Masturbation im Leben
Die Selbstbefriedigung gehört zu den ersten sexuellen Erfahrungen, die Jungen und Mädchen in ihrer Pubertät machen: Das Berühren des eigenen Körpers, das sanfte Spielen mit dem Schwanz und mit der Scheide, das Reizen der Geschlechtsorgane, die erotisch-sexuelle Erregung und schließlich das Erleben des Orgasmus. Das Do It Yourself setzt sich ganz natürlich im Erwachsenenalter fort. Im Idealfall wird die Selbstbefriedigung ein regelmäßiger Begleiter im lebenslangen menschlichen Reifungsprozess. Wenn Männer und Frauen fähig sind für Beziehungen, können sie das Do It Yourself auch als authentischen Ausdruck der Selbstliebe praktizieren. Selbst ist der Mann und selbst ist die Frau. Wichtig ist immer wieder das angenehme körperliche und seelische Erleben beim schönen Spiel mit sich selbst und dem eigenen Körper.


 Expliziter Tabu-Brecher KEN PARK (2002) von Larry Clark
 Flotter Dreier mit Küssen, Erektion, Nippel-Massage & Pussy-Lecken:
 James Bullard, Tiffany Limos, Stephen Jasso splitternackt und intim vereint.

G-Punkt-Stimulation: Tiffany Limos genießt die sanfte Massage ihrer Schamlippen.

 Handjob: Tiffany Limos wichst James Bullards prallen Schwanz bis zum Cumshot.

Masturbation im Film
Die bisherigen Überlegungen haben gezeigt, wie wichtig die regelmäßige Selbstbefriedigung ist. Sie ist gut für ein zufriedenes Leben und einen erfüllten Sex-Genuss . Und so stellt sich im Blick auf den Mainstream die Frage: Warum wird diese schöne und erregende Facette der Sexualität in Filmen so gut wie nie thematisiert? Was hindert kreative Filmemacher daran, die explizit ausgeführte Selbstliebe im Kino zum Leuchten zu bringen? Die Gründe, warum es das Do It Youself von Männern und Frauen so schwer hat, sich öffentlich und selbstbewusst auf der großen Leinwand zu etablieren sind vielfältig.

 

Im geschützten Raum der Intimität lässt sich die Begierde besser ausleben:
Ricardo Meneses holt sich in der Dusche einen runter in O FANTASMA (2000).

Intimität
Unter Intimität versteht man einen Zustand tiefster Vertrautheit. Er betrifft ebenso die körperliche Wahrnehmung wie auch das seelische Empfinden. Jede Form von ausgelebtem Sex braucht einen solchen vertrauten und geschützten Raum innerer Freiheit und Geborgenheit. Die Selbstbefriedigung ist immer ein intimer Akt. Jeder Mensch vollzieht sie im vertrauten Raum seiner persönlichen Sicherheit. Die Intimsphäre ist als individueller Bereich ein privates Heiligtum. Darin weiß sich jeder Selbstliebende vor Fremden und Voyeuren geschützt.
Im Film wird die Intimsphäre quasi aufgehoben durch die öffentliche Präsentation von nackten Menschen, die vor der Kamera masturbieren.


Der schamhafte Griff in den Slip zur schamlosen Lustbefriedigung -
Ricardo Meneses masturbiert verdeckt beim Duschen in O FANTASMA (2000).

Schamgefühl
Die Scham ist ein Gefühl von Verlegenheit, das sich bei körperlichen und seelischen Entblößungen einstellt. Das Schamgefühl zeigt sich z. B. durch peinliche Berührung, Erröten, Herzklopfen, Beklommenheit, Senken des Blickes. Beim Masturbieren möchte jeder mit sich selbst und seinen Fantasien allein sein. Keiner will dabei bloßgestellt oder in Verlegenheit gebracht werden. Die natürliche Scham verhindert beim Onanieren normalerweise jede öffentliche Zurschaustellung der erregten Genitalien und des Selbstbefriedigungsaktes.
Das Filmen einer Selbstbefriedigung setzt voraus, dass die Akteure ohne Scham und falsche Hemmungen das Do It Yourself praktizieren.


Hat Ari (Alexander Dimitriades) Schuldgefühle in KOPFÜBER aka HEAD ON (1998)?
Mit beiden Händen verhüllt er den Genitalbereich seines splitternackten Körpers.

Makel / Verfehlung
Ein Makel ist ein Schandfleck. Er weist hin auf unnormale Eigenschaften oder falsche Handlungen, auf Unreinheit oder Verfehlung und Schuld. Im öffentlichen Konsens der Gesellschaft und im kollektiven Bewusstsein der guten Sitten ist die Masturbation auch heute noch ein großer Makel. Sie gilt allgemein als etwas Unanständiges, das normale Menschen nicht tun, schon gar nicht öffentlich und vor anderen. In der Vergangenheit wurde die Selbstbefriedigung oft als schädlich für die Gesundheit bezeichnet und als unmoralisches Tun gebrandmarkt. Wer regelmäßig onaniert hat darum fast immer ein schlechtes Gewissen. Denn er verfehlt sich vermeintlich gegen seinen eigenen Körper und ist schuldig, die guten Sitten verletzt zu haben.
Wer sich filmen lässt oder selbst filmt bei seiner eigenen Selbstbefleckung, der handelt nach dieser Auffassung sittenwidrig und höchst unmoralisch. 


 Das rote X im Genitalbereich auf dem ROMANCE X (1999) Plakat signalisiert:
 Fingern im weiblichen Lustzentrum ist unmoralisch und "VERBOTENER SEX"!

Minderwertiger Sex
Im Vergleich mit anderen sexuellen Handlungen wird die Masturbation oft geringschätzig als reine Ersatzhandlung abqualifiziert. Wenn sich die Begierde regt und der Körper nach Befriedigung verlangt, aber kein Partner oder keine Partnerin verfügbar ist, dann legt man Hand an sich selbst. Der Mann greift nach seinem Schwanz und die Frau legt ihre Finger zwischen die Schamlippen. Und jeder gibt sich auf seine Weise lustvoll dem Do It Yourself hin. In den Augen vieler Zeitgenossen ist nur der Sex mit einem Partner "richtiger" Sex. Die Befriedigung des eigenen Körpers ist für sie nur "Ersatz"-Sex. Leider wird dann die Masturbation im Vergleich mit der Kopulation einfach nur abschätzig als minderwertiger Sex bezeichnet. 
Wer freiwillig für "minderwertigen" Auto-Sex vor der Kamera agiert, verachtet nach dieser Beurteilung das bessere Original und wählt die schlechtere Kopie.


Im Gegensatz zum Poster von ROMANCE X (siehe oben)
darf sich Caroline Ducey im Skandalfilm lustvoll selbst befriedigen. 

Wer outet sich als Sexomaniac?
Aus den genannten Gründe wird verständlich, warum das Do It Yourself keine Lobby im Filmbusiness hat und bisher im Mainstream vor allem durch Abwesenheit glänzte. Welcher Mann oder welche Frau ist schon vor der Kamera bereit, auf die eigne Intimität zu verzichten und das angeborene Schamgefühl abzulegen? Wer will sich öffentlich outen und dazu bekennen, gerne unanständigen, unmoralischen und minderwertigen Sex zu zelebrieren und lustvoll zu genießen? Seriöse Akteure und Zeitgenossen wollen unter keinen Umständen als Lustmolch oder Sexomaniac gelten. 
Das folgende Statement bringt noch einmal eine Zusammenfassung aus der Sicht eines 19-jährigen jungen Mannes. 


  

Louis Garrell zieht blank in einigen Sturm- und Drangzeit-Provokationen:
Als er in THE DREAMERS (2003) eine Filmszene nicht erraten kann,
muss er zur Strafe vor einem Bild von Marlene Dietrich masturbieren.
In MA MERE (2004) uriniert er und masturbiert auf dem Boden liegend.


Statement von DriesVanHegen
In den folgenden Ausführungen beschreibt RSM-Besucher DriesVanHegen seine unangenehmen Empfindungen, die er in Filmen mit männlichen Selbstbefriedigungsszenen hatte:

"Das Thema Masturbation in Filmen hinterlässt bei mir einen bitteren Nachgeschmack. Das liegt wahrscheinlich daran, dass gesellschaftliche Norm- und Wertvorstellungen ganze Arbeit geleitet haben: es wird ja förmlich impliziert, dass Onanie schändlich wäre und so fühlt man sich etwas unbehaglich, wenn man auf dem Bildschirm dann eine solche noch vorgeführt bekommt. Ich würde sagen, man fühlt sich vielleicht ertappt und das höchstwahrscheinlich am meisten, wenn man solche Szenen in einer Gruppe sieht. Dann wird wahrscheinlich jedem Zuschauer der Gedanke in den Kopf kommen, dass es irgendwie ganz schön komisch aussieht und ob das alle hier auch machen etc.“

Die ehrlichen Schilderungen von Dries offenbaren seine Hilflosigkeit und peinliche Berührung beim Anschauen und Miterleben von Masturbationsszenen. Ähnlich wird es vielen Zeitgenossen ergangen sein. Und unwillkürlich fragt sich jeder: Machen das alle anderen hier auch? Sieht das dann genauso komisch wie im Film aus? Den Gedanken des 19-jährigen werden sicher auch manche älteren Besucher dieses Blogs zustimmen und sich darin wiederfinden.


In KOPFÜBER aka HEAD ON (1998) genießt Ari (Alexander Dimitriades) 
einen freizügigen Lifestyle und lebt lustvoll seine sexuellen Begierden aus.
Mainstream-üblich zeigt die Kamera beim Wichsen nur Oberkörper und Kopf.

Am Gesicht kann der Zuschauer die Steigerung bis zum Orgasmus miterleben.

Unerwartet sieht man danach, wie er seinen strammen Ständer ausrichtet.

Bewegung pro Masturbation
Inzwischen gibt es schon länger eine Bewegung gegen die Verbannung der Masturbation aus dem Mainstream Kino. Independent Filme, Underground Kino und auch Mainstream Filme und Experimental Filme thematisieren mehr und mehr verschiedene Formen von Autosex. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe guter und überzeugender Film-Beispiele. Das Spektrum der Do It Yourself Aktionen ist facettenreich. Männer und Frauen legen lustvoll Hand an sich, manchmal handlungsorientiert, manchmal experimentell, mal ersthaft und mal lustig und ab und zu auch provozierend. Aber immer präsentieren sie die Selbstbefriedigung als Ausdruck heutigen Lifestyles und als ganz normal, natürlich und selbstvertsändlich. Um dieses Ziel weiter zu verfolgen, überschreiten kreative Filmemacher und Akteure kontinuierlich bisherige konventionelle Grenzen und gesellschaftliche Normen und gehen mutig immer wieder einen Schritt weiter. 
Für Masturbationsszenen auf der Leinwand gelten die gleichen Voraussetzungen, die für alle Formen und Spielarten von Sex in Filmen notwendig sind.


 Kaera Uehara genießt die sinnliche Selbstbefriedigung ihres attraktiven Körpers
während sie entspannt im erfrischenden Bad liegt in THE FORBIDDEN LEGEND (2009).

Ästhetik
Für eine überzeugende Präsentation der Selbstbefriedigung werden junge und sympathische Darsteller benötigt. Attraktive Frauen und Männer, die ihre nackten Körper zeigen und dabei auch etwas von ihrer ihrer Seele preisgeben. Es darf nicht peinlich sein, sie splitternackt und bei expliziten sexuellen Handlungen zu sehen. Vielmehr sollte es Freude machen, sie anzuschauen und ihnen zuzusehen.


Duschen, Fantasien und Masturbieren: Mutig zeigt Joe Swanberg
wie Körperreinigung und Selbstbefriedigung Hand in Hand gehen beim
konzentrierten Wichsem in seinem Debüt KISSING ON THE MOUTH (2005).

Mut
Die Akteure brauchen vor allem Mut, sich vor der Kamera total zu entblößen. Dabei müssen sie ihre Gefühle überwinden, die ihnen im Weg stehen. Und sie müssen radikal jede Scham ablegen, wenn sie sich hemmungslos der Begierde des Wichsens hingeben. Für solche Courage ist auch Charakterstärke erforderlich.


Onanieren unter dem warmen, erfrischenden Wasserstrahl ist sehr beliebt.
Voll konzentriert mit seinem Schwanz in der Hand wichst Mark Stevens 
im intimen Schutz des Bades im HeartCore ALL ABOUT ANNA (2005).

Schutz der Intimität
Es klingt zunächst widersprüchlich. Aber beim öffentlichen Masturbieren müssen die Protagonisten - trotz Scheinwerfer und Kamera-Voyerismus - persönlichen Schutz erfahren. Die gewagten und schamlosen Handlungen erfordern beim ersten mal sicher Überwindung. Dabei dürfen die Akteure nicht der Obszönität und Lächerlichkeit preisgegeben werden. Ein vertrauter Raum familärer Geborgenheit kann ihnen beim ungewohnten Tun die nötige Sicherheit vermitteln. Wichtig ist auch eine strenge Konzentration auf den Sebstbefriedigungsakt, unabhängig von allen äußeren Ablenkungen. Auf diese Weise kann beim notwendigen körperlichen Exhibitionismus in einem Raum innerer Freiheit die persönliche Intimität der Seele geschützt bleiben .


 
Auch die gegenseitige Masturbation hat einen großen erotischen Reiz:
In der KamaSutra Szene stimmuliert der Mann den G-Punkt seiner Liebespartnerin.

Gleichwertiger Sex
Zweifellos kann die Selbstbefriedigung als Ersatzhandlung für reale körperliche Vereinigung praktiziert und gefilmt werden. Aber das Do It Yourself ist auch eine eigenständige Form von Sex. Viele sehen es als Vorteil, dass Männer und Frauen sich unabhängig von einer Partnerin oder einem Partner jederzeit selbst befriedigen können. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Masturbation im Vergleich mit der Kopulation in jedem Fall gleichwertiger Sex. Und ebenso kann sie auch positiv im Film dargestellt werden.
Eine besonders reizvolle Variation der Selbstbefriedigung ist das gegenseitige Masturbieren. Es kann Teil eines sinnlich-erotischen Vorspiels sein. Für eine Frau ist es höchst lustvoll, wenn der Liebhaber ihre Klitoris massiert und durch Eindringen der Finger in die Scheide den G-Punkt stimuliert. Für einen Mann ist es prickelnd, wenn die Liebespartnerin den Penis in die Hand nimmt und damit spielt und durch sanftes Reiben und Lutschen schließlich den Spermafluss auslöst. Sowohl die männliche, als auch die weibliche Form der gegenseitigen Befriedigung gibt es auch in Filmen zu sehen.


ROMANCE X (1999) zeigt ebenfalls ungeniert eine gegenseitige Masturbation:
Caroline Ducey ergreift und massiert den steifen Schwanz von Pornostar Rocco Siffredi.

Provokation und Bekenntnis
Immer mehr Filmemacher wenden sich inzwischen gegen den Trend, die Masturbation weiter zu tabuisieren. Besonders jüngere Schauspieler haben heutzutage keinerlei Hemmungen, das „Unanständige“ zu tun und vor laufender Kamera quasi öffentlich zu onanieren. Damit ist sicher auch eine gewisse Provokation verbunden. Aber noch mehr ist es ein Bekenntnis zur Normalität der Selbstbefriedigung. Die Akteure wollen damit ganz einfach zeigen, wie natürlich und selbstverständlich auch diese schöne Form von Sexualität ist. Die Selbstliebe, die im eigenen Leben vieler Menschen fest verankert ist, darf auch in Filmen gezeigt werden. Und sie soll die Botschaft ausstrahlen: Wichsen ist schön und macht Spass! Selbst ist der Mann und selbst ist die Frau!


Beim fantasievollen, gegenseitigen Masturbieren führt der Liebhaber einen Dildo 
in die Scheide seiner Liebesgespielin ein und stimuliert ihre sexuelle Lust
in THE SEVEN SPIRITUAL LAWS OF SEX (1999).

Während der Mann seinen prallen Schwanz mit der Hand zum Orgasmus wichst,
spielt die Frau mit ihren Fingern an seinen Eiern und gemeinsam lösen sie den
Cumshot aus in THE SEVEN SPIRITUAL LAWS OF SEX (1999).


Masturbation in Film Listing of Wank Scenes in Mainstream Movies 
http://72.9.146.77/ 

172 Male Masturbation Scenes Alphabetic Film Titel 

96 Female Masturbation Scenes Alphabetic Film Titel 
http://72.9.146.77/fad.html 

Female Masturbation Scenes 

Female Masturbation 40 Filme 
https://mubi.com/lists/female-masturbation 



 Abspritzen: Jeder Mann, der sich lustvoll selbst befriedigt,
will auch das spritzige Finale erreichen und den Orgasmus genießen.
In SHORTBUS (2006) wichst Adam Hardman exzessiv bis zum Cumshot und
Paul Dawson zelebriert Auto-Fellatio mit Self-Suck und spritzt sein Sperma in den Mund.

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